Gleich nach dem Konzert im Rittergarten in Tuttlingen, für
das wir die Recordings unterbrechen mussten, haben wir mit dem
Basssoundcheck angefangen. Recht schnell haben sich das Audix
D 6, das Studio Projects B1 und der D.I.-Out als ideale Kombination
für Slys Laney herausgestellt. Man kann nur sagen: Der
Bass drückt mächtig. Das hat auch Sly gefreut, nachdem
er mit dem Ampsimulator-Sound des Demos nur bedingt zufrieden
war. Bevors ernsthaft losgehen konnte, mussten wir die Ghosttracks
und einen Teil der Drumspuren vom PC auf den HD-Recorder überspielen.
Nachdem sich Sly an die Technik gewöhnt hat, ging'smit
dem Einspielen los, was etwa 2 Wochen gedauert hat. Was Phil
insofern gefreut hat, weil er sich schon Vorwürfe gemacht
hat, dass die Drumrecordings bei ihm zu lang gedauert hatten.
Lustige Episode: Auch den Sly hat die Recording-Parnoia gepackt.
Wer die Mercato-Studios kennt, weiß warum: Etwas abseits,
z. T. Holzböden und den ganzen Tag gehen komische Typen
(Musiker halt...) ein und aus. Nun ja und wenn man dann des
Nachts alleine dort sitzt, packen einen unschöne Gedanken
und Erinnerungen an Horrorfilme werden wach: Unser Studio als
der ideale Ort eines Verbrechens. Niemand findet da die eigene
Leiche. Jaja. Dummerweise ist der Raum auch nur von außen
zu verriegeln. Ideal für den Brandmörder. Langsame
und quallvolle Röstung. Egal - was kann man sich als Musiker
schöneres Wünschen, als über seinem Instrument
zu sterben. Das ungefähr waren Philips Gedanken - und dem
Sly gings wohl ähnlich. Ob unsere Gitarristen auch noch
davon gepackt werden?